Take

Alternative Film

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Interview mit Verena Plümer - Frage 5/9

... wofür sie ja eigentlich gar nicht ausgebildet sind.

Das unterscheidet sich ja eigentlich gar nicht so. Es unterscheidet sich nur in der Form, die Spielweise ist dieselbe.

Auf dem Theater muss ich alles das, was ich innen fühle, auch nach außen umsetzen – das hat den Vorteil, dass ich mich manchmal auch drum herum mogeln kann. Also der äußere Ausdruck mag für manchen – nicht für den geübten Zuschauer aber für den ungeübten Zuschauer – für den inneren Ausdruck gelten. Im Fernsehen geht das nicht mehr. Da ruht die Kamera auf dem Gesicht und da muss der innere Zustand stimmen. Und der reicht dann auch meistens. Ich muss das ja dann nicht noch mal vergrößern, damit die letzte Reihe es sieht. Die Kamera sieht’s ja.

Insoweit ist es handwerklich dasselbe. Das Fernsehen und der Film verlangen eine Reduktion der äußeren Mittel bei einer erhöhten Spannung innen.

Deshalb ist es ein Trugschluss zu sagen, das sind zwei ganz verschiedene Sachen.

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