Duoprobe

Eine Schülerin der WSfS bei der Duoprobe auf der Großen Bühne der Schule

Interview mit Verena Plümer - Frage 2/9

Viele junge Menschen wollen ihr Hobby zum Beruf machen. Kommen also aus einer Laienspielgruppe mit dem Wunsch, Schauspieler zu werden, an eure Schule.
Haben diese - aufgrund ihrer Erfahrung - bessere Chancen, aufgenommen zu werden? Oder ist es vielleicht sogar ein Nachteil?

Es ist ein Nachteil, es ist ganz eindeutig ein Nachteil. Der Nachteil besteht darin, dass diese jungen Menschen meistens leider positive Erfahrungen gemacht haben, was das Feedback angeht. Sie sind bestätigt worden in bestimmten Rollen, in denen sie im Normalfall nicht wirklich gespielt haben. Sondern in denen sie so getan haben, als würden sie spielen. Sie haben irgendwas auf die Bühne platziert - ohne die Zuhilfenahme ihrer Vorstellungskraft - und Text aufgesagt. Im Normalfall haben sie noch nicht wirklich die Erfahrung gemacht, was das ist, Spielen. Meistens haben sie zudem einen viel zu großen Fokus nach unten, Richtung Zuschauer.

Das kann soweit gehen, dass sich das wie so ein Tick manifestiert hat. Und es ist manchmal ganz schwer, die da runter zu kriegen, weil das natürlich erstmal etwas ist, dass sie sich ungern wegnehmen lassen. Da haben sie sich wohl gefühlt, da haben sie eine Bestätigung bekommen.

Und dann müssen sie von uns erfahren, dass es DAS aber nicht ist und müssen ganz von Vorne anfangen.

Zur Fragen-Übersicht | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9