
Mehmet Kucak beim Tag der offenen Tür der WSfS 2005: „Liebe und andere Kriegsschausplätze“
Foto: © WSfS
Mehmet Kucak, 27, begann seine Ausbildung an der Wiesbadener Schule für Schauspiel im Frühjahr 2003. Im April 2006 beendet er sie mit der Abschlussprüfung.
„Was von Herzen kommt, geht zum Herzen“
Mehmet Kucak ist ausgebildeter Bankkaufmann und hat ein Jahr in diesem Beruf gearbeitet. Als sein Vertrag auslief, schaute er sich nach Alternativen um. Damals war er bereits 24 – „fast zu alt für die staatlichen Schauspielschulen“, erklärt der heute 27-Jährige. Über das Internet stieß er auf die Wiesbadener Schule für Schauspiel. Da er zuvor noch nie auf der Bühne gestanden hatte, überzeugte ihn besonders die dreimonatige Probezeit – „vor allem um meine Motivation zu überprüfen.“ Denn eigentlich wollte Mehmet Regisseur werden. Doch in der Probezeit Anfang 2003 prägte sich sein Wunsch aus, weniger technisch, sondern mehr kreativ tätig zu werden. „Ich wollte einfach nur spielen!“
Die Probezeit hat er überstanden, auch die Zwischenprüfung hat er hinter sich, nun gilt es nur noch mit der Abschlussprüfung die Bühnenreife bescheinigt zu bekommen.
Seinen Umgang mit Menschen habe die dreijährige Ausbildung
nicht wesentlich
verändert, „vielleicht bin ich sensibler geworden, was die Gründe
angeht, warum sich ein
Mensch geradeso verhält.“ Denn die Aufgabe des Schauspielers besteht
für Mehmet darin,
dem Zuschauer die Möglichkeit zu geben, die Rolle, die er spielt, „emotional
nachvollziehen zu können“.