Christian bei der Duoprobe zu August Strindbergs 'Fräulein Julie'

Christian bei der Duoprobe zu August Strindbergs ‚Fräulein Julie’

Die Aufnahmeprüfung hat Christian Schüler bereits hinter sich. Er befindet sich im Grundstudium an der WSfS.

Dem Traum folgen – auch wenn er „brotlos“ scheint

Nein, du lernst etwas Vernünftiges! Doch nicht so etwas Brotloses!“ lautete die harsche Antwort von Christians Mutter, als er nach seiner ersten Aufführung als 15-Jähriger seinen Eltern offenbarte, dass er Schauspieler werden wolle.

„Dabei hatte sie mich doch dazu animiert, Theater zu spielen!“ Doch Christian Schüler, heute 23, hielt weiterhin an seinem „großen Traum“ fest. Er spielte im Schultheater und in mehreren Laienspielgruppen. Mit jeder Aufführung wuchs seine Faszination an der Schauspielerei – „Es ist immer wieder spannend mit anderen Menschen zu arbeiten und etwas Großartiges auf die Bühne zu bringen!“

Nach dem Abitur schloss er mit seinen Eltern einen Kompromiss und lernte einen „vernünftigen“ Beruf: Bankkaufmann. Als er nach der Ausbildung – wie viele seiner Kollegen – nicht übernommen wurde, war für ihn klar: „Es gibt keine sicheren Jobs mehr!“ Auch seine Eltern konnte er davon überzeugen. Seit sechs Monaten lernt Christian an der Wiesbadener Schule für Schauspiel. Seine Entscheidung für das „Brotlose“ hat er nicht bereut: Jeder Tag ist „total interessant und aufregend!“ Vor allem die Proben zur Duoszene begeistern ihn, denn „man sieht am Schnellsten eine Entwicklung“.

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