Theatergeschichte

Im Fach Theatergeschichte erhalten die Schüler der WSfS einen Einblick in die Theatertheorie, Kunst- und Literaturgeschichte sowie in die Dramatik. Als Dozentin im Grund- und im Hauptkurs ist Carola Hannusch, Schauspieldramaturgin am Staatstheater
Wiesbaden, tätig.

Heute beschäftigen sich die Schüler mit William Shakespeares „Richard der II.“. Die Schüler hatten die Aufgabe, das Stück zu lesen. Nun sollen sie eine Inszenierung analysieren. Zu diesem Zweck hat Carola Hannusch ein Video mitgebracht. „Keine Angst, die Aufführung wurde extra fürs Fernsehen gemacht“, beruhigt die Dozentin ihre Schüler. Die Darbietung wurde also nicht starr abgefilmt, sondern Gesichter der Schauspieler werden herangezoomt, ein Bildwechsel erfolgt etc.

Die Aufführung, die die Schüler analysieren sollen, wurde am Berliner Ensemble durch Claus Peymann inszeniert – ein „ganz wesentlicher Name“ in der deutschen Theaterlandschaft. Peymanns Inszenierung von „Richard der II.“ am Berliner Ensemble sei für das Berliner Theatertreffen 2001 nominiert gewesen, so Carola Hannusch. Doch bevor es an die Analyse geht, erläutert die Dozentin den geschichtlichen Zusammenhang, in dem William Shakespeare das Stück geschrieben hat. Schließlich werden noch die Aspekte besprochen, die bei einer Inszenierungsanalyse eine Rolle spielen können. Die Schüler sollen auf die Charakterisierung der Rollen und die „äußeren Zeichen einer Aufführung“, also Bühnenbild, Maske/Kostüme und wie sich die Personen im Raum bewegen, achten.