Die Komische Figur des barocken Theaters diente den Menschen,

„die sich den Anforderungen der neuen Verhaltensideale noch nicht gewachsen sahen“(4),

als eine Art Entlastung.

Die Komische Figur verstieß zudem gegen alle Regeln der zeitgenössischen Schauspielkunst. Er rannte quer über die Bühne und hielt die Hände unterhalb der Gürtellinie. Körperbeherrschung und die Kontrolle seiner Begierden waren ihm fremd. (3)

Diese Figur des barocken Theaters diente den Menschen, „die sich den Anforderungen der neuen Verhaltensideale noch nicht gewachsen sahen“(4), als eine Art Entlastung.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Komische Figur von mehreren Seiten kritisiert: Die Pietisten sahen keine Daseinsberechtigung für den Pickelhering und wollten gar das Theater ganz abschaffen. Anfang des 18. Jahrhunderts strebten die aufgeklärten Intellektuellen eine Theaterreform an, der der Pickelhering zum Opfer fallen sollte.

Jedoch verschwand die komische Figur erst Mitte des 18. Jahrhunderts von den Bühnen, in Wien sogar erst 1806, als der letzte Darsteller des „Kasperl“, Johann Laroche, starb. (5)

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